Boerzel on Bildung: Give PISA a Chance! Heute: Erdkunde.
Was ist das wichtigste an einem Flächenstaat? Die Staatsfläche natürlich. Im Gegensatz zu einem Kaltstaat. Da ist das wichtigste ein Thermometer. Warum? Um den Übergang zum Warmstaat genauestens dokumentieren zu können, darum natürlich! Ein typischer Warmstaat ist übrigens Ghana. Hier schmilzt sogar das Eis am Stiel. Beliebte Eissorten in Warmstaaten sind “Happen“ und “Nogger“. Kalt- und Warmstaaten werden zusammengefasst unter dem begriff Thermo-Staaten. Den turnusmässigen Vorsitz hat zur Zeit Grönland inne. Wenn Sie demnächst einmal diesen lebensfrohen Kaltstaat besuchen, lassen Sie sich doch vom freundlichen Ministerpräsidenten über die Insel jagen. Vor allem aber lassen Sie sich die Nogger-Produktionsstätten zeigen: "Nogger", wird der zuständige Minister dann sagen, "heisst ja eigentlich, in irgendeine Humansprache übersetzt, ’alter Mann, der am Eisloch sitzt.’ Was der da macht? Na, der noggert sich einen, das ist ja mal klar. Unsere grössten Feinde leben in Skandinavien. In Happland. Sie nennen sich ..... oh, da klingelt mein Thermometer, Momentchen mal eben, muss mich nur mal kurz um die Infrastruktur kümmern ..."
Von Grönland ist es nicht weit nach Holland. Einem klassischen Tiefstaat. Analog zu einer gewissen Flachheit in Ästhetik und Denken seiner Bewohner misst der höchste Berg Hollands geschätzte 20 Meter, das jedoch reicht gerade mal für einen Startplatz zum Käsewettrollen. Da es sich bei diesem Tiefstaat aber auch um einen Kleinstaat handelt, rollt der eine oder andere Käse schon mal bis nach Belgien. Und niemals kehrt er wieder und nie kehrt er zurück ... denn die Belgier fressen natürlich alles auf! So ist das nun mal in einem Vielvölkerstaat: fressen und gefressen werden! Und das auch noch bilingual!
Kommen wir nun zu einem eher düsteren Kapitel, dem Kirchenstaat. Hier gilt das Bet- und Beutelrecht. Bis ans Fadenkreuz bewaffnete Päpste sprengen auf wildgewordenen Schandmähren durch die Städte: “Her mit deinem Goldkettchen, Nichtsnutziger “, klingt es allerorten und der Kirchengaul kackt dir dazu auf die Nubukschuhe, man weiss wirklich nicht was schlimmer ist, Zausel oder Zosse. Nur zu gut bekannte Kirchenstaaten sind Vatikan, Afghanistan und Aldistan. Ewige Verdammnis dem Normalverbraucher!
Lobend erwähnt werden muss jetzt nur noch der Blitzstaat. Hier sind alle immerstrahlend und freundlich, die Lokalpolitiker energisch und lockigen Hauptes, hell klingt das Lied der Transformatorenhäuschen durch den ungesäuerten Morgenkaffee und über allem wacht als Staatssymbol mit Verfassungsrang: eine in tarnfarben emaillierte Sofortbildkamera.
Weitere Staatsformen sind der Wissenschaft nicht bekannt, es sei denn, man zählte eine apokryphe Frühform hinzu: die frühneolithische Schwirrkörperkultur!
Mehr davon: im nächsten PISA-Brevier ...
CU - Boerzel
Du da oben, wir hier unten:In der Mitte des Laberns
"Es gibt kein schuldfreies Leben ohne jeden Bruch" - was für ein Satz!
Ein Satz, wie ihn ein Ronald 'Ronnie' Biggs
in seine Zellenwand gemeisselt haben könnte! Und doch stammt er aus der zierlichen Feder der Margot Kässmann ...
Das erstaunt. Wie überhaupt so manches an Werk und Schaffen der Margot Kässmann erstaunt: denn sind ihre Bücher nicht wie die Wege des Herrn? Rätselhaft und wundersasm? Obwohl sie in erster Linie natürlich unüberschaubar und zahlreich sind und eindrucksvoll den Verdacht erhärten, dass Kirchenbosse doch bannig viel Zeit haben müssen, sich einer zunehmend unfrommer werdenden Öffentlichkeit in gedruckter Form mitzuteilen - ungebeten, ungefragt, ungebremst, völlig egal: Hauptsache Buch!
Was dabei herauskommt trägt dann Titel wie:
"In der Mitte des Lebens", "Mütter der Bibel", "Was im Leben trägt", "Türchenkalender - Advent mit Margot Käßmann von Margot Käßmann". Wer also beschlossen hat, ein Buch von Margot Kässmann zu besprechen, tut gut daran, sich zu beeilen: denn kaum hat er mit der Rezension des einen begonnen, ist schliesslich schon das nächste auf dem Markt.
Die vorliegende Rezension jedenfalls beschäftigt sich mit dem Powerseller "In der Mitte des Lebens", wenn auch der Titel "Meine Füsse in weitem Raum" sicherlich verlockender war - stellt sich doch hierbei fast augenblicklich das Bild einer Bischöfin mit Schuhgrösse 56 ein, die slapstickhaft durch die Untiefen einer agnostischen Gegenwelt stampft ...
Religiöse Flatulenzen zwischen zwei Buchdeckel pressen ist sicherlich eine Kunst, die bei Päpsten und Imamen immer gern gesehen wird. Wie erlösend will es uns da doch erscheinen, wenn nun Margot Kässmann in bewegten Zeiten streng sachlich konstatiert, dass ein schuldfreies Leben kaum vorstellbar ist, ohne seinem Nächsten ans Kleingeld zu gehen ...
Doch was genau steckt dahinter? Betroffenheitspredigen im Daseinsrausch? Die spirituelle Wendigkeit evangelikaler Light-Sinnsucher? Welten-Wanderers Wellness-Sound?
Hier muss leider eine kritische Analyse des Kässmann-Werkes notwendigerweise enden - sicher, viele Fragen bleiben offen, unbeantwortet gar, darum sei schnell noch auf zwei weitere Bücher der Autorin verwiesen:
"Einfach evangelisch" und, natürlich, "Engagiert evangelisch" sowie auf ein dazu passendes Zitat des intellektuellen Senkbleis Adorno: "Engagement ist vielfach nichts als Mangel an Talent" und damit soll es dann auch wirklich gut sein, amen, over & out, nur eine letzte kleine Richtigstellung sei noch kurz erlaubt: ein schuldfreies Leben? Gibt's natürlich nur mit Zwegat!
So, jetzt aber Servus ihr Lackerln, gemma vamos a la playa!
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Lesen oder Nichtlesen
Dass ein Buch die Welt gerettet hätte, ist ja nun nachweislich noch nicht passiert. Trotzdem: Bücher unterschätzen? Never! Haben sie doch die Welt, wenn schon nicht gerettet, so doch dauerhaft verändert. Aber muss man sie deswegen gleich lesen? Geschweige denn verstehen?
Eines der meistgelesenen Bücher überhaupt dürfte "Das Kapital" von Karl Marx sein. Millionen haben es auf Wunsch der Obrigkeit verschlungen - heimlich mit Taschenlampe unter der Bettdecke, in den stillen Stunden zwischen Sendeschluss und freiwilligem Arbeitseinsatz, während der Zuckerrohrernte in Kuba - und die dauerte damals immerhin stolze 24 Stunden pro Tag! Aber haben sie auch alles verstanden? Im Leben nicht! Ich hab's natürlich auch gelesen, wildbewegter 68er, der ich war. Habe ich es verstanden? Nicht die Bohne! Und da mir bei meiner Lektüre kein Betriebsagitator hilfreich über die Schulter gelinst hat, hab ich's dann auch ungefähr nach Seite 10 - aber so, dass es jeder sofort entdecken musste - wieder ins Billy-Regal gestellt: "Aha, Marx! Der Mann hat die Phase der bürgerlich-progressiven Attitude also bereits weit hinter sich gelassen, venceremos!"
Ja, so war das damals. Und so ist es natürlich auch heute noch. Bücher werden gekauft, verschenkt und geklaut, nur um ins Regal verfrachtet zu werden - ungelesen, unverstanden, unverdaut ...
Doch jedes Buch, so es nur ordentlich beworben wird, besitzt das, was ich in aller Unschuld mentalen Mehrwert nennen möchte. Der im Vorfeld dem Käufer, Schenker und - im Idealfall - sogar dem Beschenkten nur zu bewusst ist. Von diesem simplen Sachverhalt ist es nur noch ein Schritt zu folgender Erkenntnis: ein Buch muss nicht gelesen werden um Grosses zu bewirken - es muss lediglich existieren! Und genau dieser Umstand liegt dem Satz: "Das Sein schafft das Bewusstsein" zugrunde!
Jedes neue Buch etwa vom Patchwork-Philosophen Sloterdijk (Foto) erreicht höchste Auflagen, wird gekauft und verschenkt wie verrückt und erzeugt - da möchte man doch fast wetten - in Reihen der Grübler und Grantler eine Art feingeistiges Grundrauschen, das im täglichen Kampf gegen Steuerschrauben und viel zu hohe Grundstückspreise in der Toscana so etwas wie ein mentales MG-Nest aufzubauen in der Lage ist. Man braucht ja nur mal sachte über den Goldschnitt streichen, irgendeine Seite aufschlagen, diese in Sekunden überfliegen ... und ... jaaa ...
Muss ich noch erwähnen, dass ich nie ein Buch von Sloterdijk gelesen habe? Sicherlich nicht. Bin ich trotzdem ein anderer Mensch durch den Besitz seiner Werke geworden? Aber immer!
Vielleicht sollte man es einfach so zusammenfassen wie der greise Helmut Kohl:
Lesen? Bildet!
Aber Nichtlesen - macht aus Ihnen einen geistigen Monolithen!
Out of the blue:
Säulenheiliger erreicht netSkater-Redaktion!
War das wirklich erst gestern? Plötzlich klingelt's an der Tür, Praktikant Börzel öffnet noch im Halbschlaf - doch dann ist die Freude recht gross, als er erkennt, wen er denn da gerade reingelassen hat.
"Tach, Ex-Papst!", knarzt es milde von der Türe her, die ab sofort redaktionsintern nur noch "Ziemlich Heilige Pforte" genannt werden darf, dann hat Benedetto auch schon den grossen Sitzungssaal betreten und spricht wie folgt: "Ich habe da doch letztes Jahr beim "Tier-of-the-year"-Wettbewerb diesen fetten Preis gewonnen und den wollte ich halt gerne selber abholen, hab' ja jetzt Zeit für sowas ..."
Dabei haben wir die Preise doch noch gar nicht besorgt! Nein, wie peinlich ...
Nun, nicht wenige Leser werden diese Schilderung für leicht übertrieben halten, "Beweise" werden sie sehen wollen, "Beweise"! Bitte sehr: nicht nur, dass sich die Redaktion seit gestern im Besitz eines handgesegneten Fussabstreifers weiss, der nicht nur Füsse abstreift, sondern auch noch sämtliche Teufeleien und Boshaftigkeiten des Besuchers - auch ein Kugelschreiber, Marke "Popetown, Rome", mit kardinalsroter Tinte ("Schreibt wie der Teufel!") kann hier gerne besichtigt werden. Na, und das kleine Kistchen edelsten Messweins, "extra spumante", dürfte dann wohl auch den letzten Zweifler überzeugen ...
Aber so sind sie nun mal, die kleinen Erlebnisse als Internetredakteur - immer zwischen Segen und Bannfluch!
... Strategien der Kiesgenese
Kunst & Kaufrausch:
Kohlen holen!
Die internationale Weltkapitalkrise erreicht immer besorgniserregendere Dimensionen: nachdem selbst sicher geglaubte Bereiche der Geldvermehrung in nachhaltiges Wanken geraten sind (Hedge-Fond-Banking, Credit-Swapping, Riester-Rente), droht nun auch die letzte Säule der Rendite-Abteilung wegzubrechen: die Anlageform Kunst.
Ehe es also demnächst zum Letzten kommt, sollten Sie noch mal so richtig zuschlagen: und um nichts dem Zufall zu überlassen, unterstützen wir Sie auch noch in Ihrem Treiben!
Denn der Knackpunkt aller heutigen Kunst ist weniger ihre Erschaffung, als vielmehr ihre Vermarktung.
Der Fortschritt der Menschheit hat es mit sich gebracht, dass heutzutage Kunstwerke im Bruchteilen von Sekunden den Planeten umrunden können (während etwa noch ein Goethe mehrere Wochen an seiner "Farbenlehre (!)" herumpinseln musste) - aber wer will das eigentlich noch alles sehen?
Genau hier kommt unser PR-Experte Arthur Browser-Data ins Spiel: der Mann ist Engländer und weiss Bescheid! Er hat im Auftrag der NKN-Weihnachtsredaktion eine derart imponierende Strecke von Werbemotiven erstellt, dass jegliches damit beworbene kreative Wüten gebührende Aufmerksamkeit erhalten dürfte. Und um die drängendste Frage sofort zu beantworten: Ja, deins auch, lieber Leser!
Bedenken Sie zunächst aber noch kurz folgende Lebensweisheit: "Kunst entsteht, indem man sie kauft!"
Fertig? Gut - dann ab in den alten Hobbykeller: die Märkte warten nicht! Möge Ihre Gewinnmarge eine ganze Welt umspannen ...
HIER geht es zur KUNST-AKTION!
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... Achtung Achtung!
Springflut Madness:Waterfront-News
Der Deutsche Reisewetter-Dienst verkündet eine dringende Reisewetter-Warnung: Reisende mit den Namen Gauck, Berlusconi und Reich-Ranicki werden dringend gebeten, weite, offene Gewässer zu meiden!
Beachten Sie bitte auch die näheren Erläuterungen am Ende dieser Mitteilung!
Nähere Erläuterungen
DAS gab's auch noch nie: ein ganzes netSkater.net-Weihnachts-Sonderheft - und das mitten im Januar! Wo? HIER! Mit Biathlon! Beethoven! Schlichten Gedichten! Einem Foto von Harald Schmidt als Weihnachtsmann zum Ausschneiden! Undundund ...
> Die Stimme der Vernunft sagt: Wer volltankt, ist nur zu faul zum Schieben!
... Holleri-du-dödel-di:
Wenn die Gletscher schmelzen im Alpenglüh'n...Stresstest Schweiz
Basiswissen für die kleine Reise zwischendurch: was tut sich im Lande der Tells zwischen Softeis und Fels?
Der grosse Umweltreport über einen Zwergstaat mit Haftungsausschluss:
Näheres HIER!
Zug um Zug:
Die eiserne Lunge der Demokratie
Sie existieren noch, die Philantropen der alten Schule. Aber manchmal lässt man sie einfach nicht. Wie gut, dass es da eine austeilende Gerechtigkeit gibt ...
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Klare Kante
Der Kaffee kommt - der Chef erwacht zu neuem Leben!
"Einigen unter Ihnen ist vielleicht bekannt, dass ich hochdekoriertes FDP-Mitglied bin", beginnt er markig eine kleine, improvisierte Ansprache.
"Oh ja", scheinen alle zu denken, "wenn uns IRGENDETWAS bekannt ist, dann DAS!", verbergen es jedoch geschickt hinter debilem Dauergrinsen.
"Nun", fährt der Chef fort, "dann möchte ich Ihnen jetzt gerne eine kleine Geschichte erzählen, die besonders für unsere Kulturabteilung von Interesse sein dürfte ..."
Es wäre nämlich Folgendes vorgefallen auf einer der letzten Parteigeheimtagungen: Guido Westerwelle, stets bemüht, neue Geldquellen für parteiinterne Karrenzieher aufzutun, habe einen völlig neuen Denkansatz gefunden: das sogenante name-docking! Verdiente Mitglieder dürften sich ab sofort, gegen "ein Schweinegeld natürlich", einen Paten zu ihrem Namen hinzufügen. Westerwelle habe den Vorgang auch gleich näher erläutert: "Ich hiesse dann zum Beispiel Guido "Glaxo-Smith" Westerwelle! Kollege Brüderle-Geigy, was meinen Sie dazu?"
Der nickt wie verrückt. "Und Sie, Kollegin Leutheuser-Schnarrenberger-Schlumpf?"
"Schlumpf?"
"Doch, doch, ganz grosses Pharmaunternehmen in Frankreich!"
"Na, ich weiss nicht - aber von mir aus ..."
"Sonst noch jemand ohne Fahrschein?" habe Westerwelle sodann gerufen, "vielleicht der Entwicklungshilfeminister?"
Der jedoch habe überhaupt nicht zugehört, sondern die ganze Zeit nur Männchen in seinen Notizblock gekritzelt.
"Schlage vor: Fritzl-Besuchsdienst!" soll Niebel dann jedoch, von soviel Stille plötzlich aufgeschreckt, rein intuitiv gerufen haben, darauf wiederum Westerwelle: "Pfizer-Niebel, manchmal graut mir vor Ihnen!", hocherfreut, diesen Satz auch einmal gegen einen anderen anwenden zu dürfen ...
Langes Schweigen, lange Gesichter. Boerzel spricht, wen wundert's, als erster:
"Warum hat denn dem Herrn Glaxo-Smith-Westerwelle vor dem Herrn Pfizer-Niebel so gegraut?"
Der Chef furcht die Denkerstirn: "Denke mal - war der reine Neid! Muss gestehen - habe mich auch geärgert, nicht selber auf die Idee gekommen zu sein. Rein monstertechnisch können wir doch alle nur von dem Mann lernen ... also von dem Westerwelle, nichwahr!"
Und er blickte trüben Auges in eine strahlende Zukunft ...
Aber dieser kurze Moment der Schwäche war schnell wieder vorüber.
...Sportgeflüster
Was macht eigentlich ... Berti Vogts?
Berti Vogts? Nun, der Erfolgstrainer der alten Schule, nicht zu unrecht als themenübergreifend sportbegeistert bekannt, besuchte neulich die Vier-Schanzentournee. Allerdings incognito, um "dem ganzen Autogramm-Rummel mal für einen kurzen Moment zu entgehen."
Als jedoch Severin Freund, deutsche Medaillenhoffnung im Skispringen, trotz bester Ausganssituation nicht zum zweiten Durchgang antreten durfte, weil der 'gecancelt' worden war, konnte Vogts, der gemeinhin als ruhig und besonnen gilt, seinen Unmut nicht länger zügeln:
"Ja, sind wir hier bei der Vier-Schanzentournee oder bei der Vier-Islamistentournee?"
Es half aber alles nichts - Freund wurde trotzdem nur guter Letzter.
... Omen vs. Nomen

..Das wundersame
Diminuitiv-Kabinett
Berlin-Mitte, mittig unterm Thunder-Dome: "Das ist hier nix für Weicheier", wissen Reiseführer ihren Besuchern ins Ohr zu flüstern, "und für Warmduscher schon mal gar nicht!"
Da verwundert es nicht wenig, dass einem linguistischen Stresstest zufolge ausgerechnet dieses Land von einer Horde phonetischer Gartenzwerge regiert wird! Aber der Reihe nach ...
Dass das Deutsche mehrere Formen der Verkleinerung kennt - wer wüsste es nicht! Die bekanntesten sind sicherlich das bodenständige '-lein' und das nicht minder arrivierte '-chen'.
Doch leider auch das schwäbische '-le' und das sprachlich noch weit verdammenswertere sächsische '-el' erheben Anspruch darauf, die Dinge geringer darzustellen als sie auf uns einprasseln. Alle gemeinsam bilden besagte Endsilben die Phalanx der Diminuität. Hier genau setzt der Stresstest an: Denn in einem geordneten Staatswesen, das 'Wachstum' als Therapie für jedwede Krise benennt, kommt diminuitives Verhalten gleich nach Landesverrat und Steuerbetrug. Nun gilt aber seit alters her der Grundsatz "nomen est omen" als ungeschriebener Verfassungszusatz. Und schon kennen wir den Grund für die schwarz-gelben Probleme seit Regierungsantritt:
Die Kanzlerin nämlich heisst Merk - el
Der Aussenminister Westerwel - le
Der Finanzminister Schäub - le
Der Wirtschaftsminister Brüder - le
Fehlt bloss noch der Minister für Dumm-aus-der-Wäsche-gucken: na und wie heisst der? Genau: Nieb - el
Thunderstruck - haben wir nicht ein Kabinett von ausgeprägt hoher Diminuität? Die geradezu dramatisch mit den intellektuellen Kapazitäten seiner Mitglieder kommuniziert?
"Kleinmut, Engstirnigkeit und Grössenwahn aber sind natürliche Anzeichen einer hochgradig akuten D. und münden gerne in den Ruf nach einer geistig-moralischen Wende,
eine Art mentale Schweinegrippe, die besonders gerne die Kräfte der Beharrung befällt", wie uns Professor Domestos unbedingt noch schnell weissmachen muss.
Unsere Politiker - noch muss man sie geradezu mit der Lupe suchen, aber schon steht zum Glück eine Riege ungebärdiger junger Nachswuchstalente parat - die sogenannte "Komparativ-Gang" - die bereit ist, den Karren aus dem Dreck zu ziehen:
Ramsau-er, Leutheuss-er, Schnarrenberg-er, Aign-er ...
Alles wird doch noch gut!
Gibt es überhaupt noch was Vernünftiges im Fernseh?Heute:
Solo für drei!
Es kritisieren für Sie: Tagesschausprecher/Mann/Frau
Und los:
- Laut ARD-Informationen planen Ärzte einen bundesweiten Krankenhausstreik ...
- Die Ärzte, das sind doch die reinsten Verbrecher!
- Na!
- Was: Na!?
- Na, aber wirklich!
- Was: Na, aber wirklich?
- Na, die Ärzte. Das sind doch alles Verbrecher!
- Sag ich doch! Die Ärzte, das sind doch alles Verbrecher!
- ... haben unabhängige Wissenschaftler erhöhte Nitratwerte im Grundwasser in der Nähe landwirtschaftlicher Nutzflächen ...
- Die Bauern! Die werden uns auch noch alle umbringen! Gangster sind das!
- Das sind die reinsten Verbrecher!
- Na! Das sind schon keine Verbrecher mehr, das sind schon die reinsten Gangster!
- Verbrecher sind das!
- Na! Und was für welche!
- ... geraten auch Pharmaunternehmen zunehmend in die Kritik, weil ...
- Na bitte, schon wieder! Farmerunternehmen! Die Bauern! Schon wieder!
- Die geben einfach keine Ruhe!
- Na! Na!
- Man weiss ja kaum noch, was man noch essen soll!
- Ach, hör mir doch auf!
- Was: ach hör mir doch auf?
- Na, ist doch wahr! Ist doch das reinste Gift alles!
- Und dann die Pillendreher: was die Bauern und Ärzte nicht umbringen, schaffen die mit ihrer Medizin! Na!
- Man weiss ja gar nicht mehr, was man noch schlucken kann!
- Na!
- ... wünschen wir Ihnen nun viel Vergnügen beim "Musikantenstadl" gleich nach der Tagesschau ...
- Ach du lieber Gott! Den Scheissdreck müssen wir uns ja wohl nicht ansehen, wa?
- Ja, kommt denn heute gar kein Tatort? Ich dachte, da käm jetzt ein Tatort!
- Tatort, Tatort ... hier, läuft auf dem Dritten ...
- Wieso denn auf dem Dritten? Der läuft doch sonst immer im Ersten!
- Diese Programmplaner sind doch sowieso
alle völlig verrückt!
- Das sind auch so Verbrecher!
- Na! So. Hier. Fängt grade an.
- Wer ist denn Kommissar?
- Weiss ich doch nicht. Klappe jetzt.
- Wie: Klappe jetzt?
- Na!
- Peng! Peng! Tatü!
- Ahh - Tatort! Gibt ab und zu halt doch was Vernünftiges im Fernseh ...
... Box Office News
Klappe - hier kommt:ZORRO!
Weil's doch jetzt gerade so scheisskalt ist: Unsere grosse Sommer-Kino-Plakat-Retrospektive für die Frau von heute
und sonstige interessierte Laien!
HIER gerne auch in GROSS!
Nach Euro-Rettung und BVB-Revival:Gerät jetzt LIDL unter Druck?
Die Kanzlerin rettet den Euro per Charme-Offensive, Hoeness rettet sich selbst durch Transparenz und neue Offenheit: da war auch für den kritischen Verbraucher gleich mächtig Zug im Kamin zu Beginn des neuen Jahres - doch wie üblich endet alles mit einem furiosen Happy-End! Aber in der schnelllebigen heutigen Zeit gibt es kein Ausruhen: schon wieder herrscht grosse Aufregung, diesmal beim Discounter LIDL: 4,99€ sollte sein 250-Gramm-Fässchen Bohnenkaffee "Mexiko" kosten - "Zu viel!", meinten nicht wenige mündige Konsumenten. Und tatsächlich: die eingelagerten Vorräte werden und werden nicht weniger ...
"Da hilft wohl nur noch die Ultima Ratio", wettert Design-Food-Boss Haubold und vergräbt sein gramzerfurchtes Haupt in einem Stapel Universalketchup "El Tequito".
"Heisst?", haken wir unbarmherzig nach.
"Preisnachlass!", heult da Haubold wie am Spiess auf, "Vielleicht ist es sogar heute schon so weit ... 3,99 ... das könnte unser aller Ende bedeuten ... noch vor dem angepeilten Maya-Untergang ..."
"Ja, es ist aber wirklich zu traurig", beeilen wir uns zu versichern, ehe wir uns zügig vom Acker machen. Trotzdem hören wir nur zu gut Haubold erneut aufkreischen: "Und den Scheiss hier kauft ja auch keiner ..."
Ach ja - Handel und Wandel ...
TOP: Sichere dir jetzt das volle Discount-Paket:
Mann verhöhnt LIDL-Belegschaft!
Dankwart Dusseks Lieblings-LIDL-Bon
Zweikassengesellschaft? Aufstand gegen Konsumbremsen!
Nach Grünen und Piraten: Kommt jetzt das Discount-Movement?
...Was sich nach den Weihnachtsferien ändert
Ab sofort erlaubt:
Goethe als Nasentattoo!
... Nachsaison
..Fly & sighCome in and work out!
Die Billigflieger verwöhnen ihr Publikum mit ständig neuen Kreativschüben: Sonderzuschläge, Klogebühren, Stehplätze ... wo soll das alles enden? Coqauvin prophezeit es uns: per pedes ad astra - the Ryan desasta!
Neue Rubrik:Hempel's Corner
Wertbeständig, dressed to kill, dabei Eisgebirge schmelzend und bloss nix anbrennen lassen: das ist Hempel!
Wo Amateure noch dem Drei-Tage-Bart huldigen, macht er's nicht unter einem gepflegten Drei-Tage-Ständer:
Hempel, der Mann, der nichts so sehr hasst, wie Diskussionen über Sitzmobiliar, hat jetzt seine eigene Lyrik-Ecke im NKN.
Hempel's Corner. Ganz neu und trotzdem so rätselhaft wie eh und je: der neue Hempel
HIER!
... Parteienlandschaft
Tante Adelante
Glückliches Ende eines schmerzhaften Identitätsfindung:
nachdem die Alt-68er glücklich bei Grünen und der LINKEN entsorgt sind, haben nun die Neu-67er von der Rentenfront das Ruder übernommen - und können bereits schöne Erfolge vorweisen:
Laut allerneuesten Umfrageergebnissen ist die Zeit des rigorosen Abkackens vorbei! Die SPD agiert wählerberauschend wie lang nicht mehr und schlägt mittlerweile sogar die CDU auf ihrem ureigenen Feld, der Wählerverarsche. Da für solche Situationen die Doktrin des qualifizierten Nachkeilens gilt, wird jetzt die andere Seite des Himmels umworben: Frauen! Zwar nun
nicht gerade an die
Macht - aber, immerhin: hurtig, hurtig in die SPD!
Schmunzelt Genosse Wiefelspütz: "Wenigstens die leidige F-Frage dürfte damit fürs erste gelöst sein."
Typisch SPD: zwei Probleme - eine Klatsche!
Der Moment der Selbsterfindung HIER!
Heute ist:
Hometown-Knowledge!
Tod und Teufel - was haben wir denn hier?
Die Stadt - der Dom - der Ganzjahresweihnachtsbaum?
Klarer Fall: das ist Wesel im Jahre 2010, gelebter Niederrhein im Rückstaugebiet des Ruhrpotts!
Und doch - wer dieses friedliche Bild eines künstlerischen Offenbarungseides miterleben muss, ahnt schwerlich, dass es hier vor 65 Jahren noch ganz anders zur Sache ging! Lang, lang ist's her ...
22.02.1945 - Obersturmbannführer Gnoske und Ortsgruppenleiter Schulte-Bommert, die um 20.15 Uhr den Ratskeller nach einer wichtigen Parteiversammlung verlassen haben, setzen ihr Gespräch auf dem Marktplatz fort, werden lauter und lauter, schon scharen sich erste Gruppen von Volksgenossen um sie herum ...
Hier geht's zackig weiter!
NEU:
Zen-Suche bei NKN!
MEHR: Laberecke!
netSkater.net macht Ernst mit Qualitätsoffensive!
Der NEUE netSkater - irgendwann ab Februar. Auf jedem Flachbildschirm in the webwideworld!
NEU: religious trash!
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NEUER geht's gar nicht! Und das seit NEUNHUNDERT Wochen! Es gibt Fragen, die sind so alt wie die Menschheit. Wie wird das Wetter? Was macht die Börse? Wo ist meine Hose? Morgen - was wird morgen sein? Wir sagen's Ihnen!
...ZUM GUTEN SCHLUSS: ![]() .. so bye for now, user - and come back soon! ... |



